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"Patek Philippe", Huber & Banbery, Verlag Ineichen Zürich

"Über allen grossen Luxusmarken dieser Welt liegt stets der Schleier des Geheimnisvollen und Unnahbaren. Das hängt mit den streng gehüteten Herstellungsverfahren solcher Häuser zusammen und bei den berühmten Juwelieren und Uhrmachern mit der Respektierung des Wunsches ihrere elitären Kundschaft nach absoluter Diskretion. Understatement war und ist stets das Erkennungszeichen höchster Qualität und ästethischer Vollendung gewesen. Das Haus Patek Philippe in Genf ist ein klassisches Beispiel für die vornehme Zurückhaltung einer der ganz grossen Luxusmarken unserer Zeit. Gehören doch heute Patek Philippe Uhren zu den gesuchtesten Sammler-Objekten auf den internationalen Kunstauktionen - über das Haus am Grand Quai in Genf ist nicht mehr bekannt, als in den spärlichen Informationen hauseigener Uhrenkataloge mitgeteilt wird. Uhrensammler auf der ganzen Welt stellten immer wieder die Frage: "Was steht hinter dem Namen Patek Philippe?"
Den Schleier zu lüften, war für Martin Huber, erfolgreicher Autor eines Buches über eine bekannte deutsche Uhren-Manufaktur, eine interessante Herausforderung. Zwischen Patek Philipe und dem Haus Andreas Huber in München bestehen schon seit Generationen enge persönliche und geschäftliche Verbindungen, doch Martin Huber rechnete eher mit einem abschlägigen Bescheid, als er im Mai 1979 Vizepräsident Philippe Stern den Vorschlag unterbreitete, ein Patek-Buch zu verfassen und herauszugeben. Doch wider allen Erwartens war Philippe Stern von diesem Vorschlag begeistert und sicherte Martin Huber die volle Unterstützung seines Hauses bei der Abfassung dieses offiziellen Patek Philippe-Buches zu. In ausführlichen Gesprächen mit Philippe Stern und Alan Banbery wurden Umfang und Ziele des zukünftigen Patek-Buches festgelegt. Unumstössliche Bedingung war, dass ein von Patek Philippe offiziell gefördertes Buch in Inhalt und Qualität dem internationalen Ansehen seiner Uhren ebenbürtig sein muss. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein Team von Mitarbeiten zusammengestellt, da für einen einzelnen Autor die Aufgabe zu gross war. Alan Banbery, direktor im hause Patek und Verwalter des nichtöffentlichen Patek-Museums, erklärte sich bereit, zusammen mit Martin Huber die Autorenschaft für das Buch zu übernehmen. Der Umfang an zu sichtendem Material und notwendigen Recherchen überstieg jedoch die zeitlichen Möglichkeiten der beiden Autoren. Mit Hans-Friedrich Tölke aus München wurde für die wissenschaftliche Bearbeitung ein besonders qualifizierter Uhrenkenner gefunden, der mit unermüdlicher Ausdauer den feinsten Verästelungen der oft verwirrenden Geschichte von Patek und seinen Uhren nachspürte. Für die graphische Gestaltung und technische Produktion zeichnete Herr Christian Pfeiffer-Belli, München, verantwortlich. Dieses schlagkräftige Team von vier Leuten machte sich an die respektable Arbeit, im Haus Patek ein an verschiedensten Punkten gelagertes Archivmaterial zu sichten und weltweit bemerkenswerten Patek Philippe-Uhren nachzujagen. Alan Banbery katalogisierte Hunderte von Uhren des Patek Philippe-Museums, die zwar wohlverwahrt aber bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissenschaftlich archiviert worden sind. Berühmte Uhren wie die legendäre Graves Watch aus dem Time-Museum in rockford, wurden von ihm persönlich für Beschreibung und Photographie nach Genf geholt. Die Fülle an technischen Uhrtypen und künstlerisch bedeutenden Patek-Uhren sprengte ständig den geplanten Umfang des Buches und die Entscheidung, was noch integriert oder weggelassen werden soll, stellte das Autoren-Team oft vor schwerwiegende Entscheidungen. Das Leben des Grafen Patek konnte erst in mühseliger Arbeit bruchstückhaft rekonstruiert werden, doch die zeitbedingte Verwirrung seiner polnischen Herkunft hat sich nicht restlos erhellen lassen.
Wenn wir heute den Sammlern und Freunden von Patek Philippe-Uhren ein abgeschlossenes Kunstbuch vorlegen, so können wir dennoch mit Überzeugung sagen, dass wir uns bemüht haben, die einmaligen Leistungen dieses Genfer Uhrenhauses, das ohne Parallele in seiner Geschichte dasteht, in bestmöglicher Vollständigkeit wiederzugeben. Wir sind sicher, dass dieses Buch als exaktes Nachschlagewerk für den professionellen Sammler wie auch für den Laien, der einfach wissen möchte, was steht hinter dem Namen Patek Philippe, geeignet ist.", Martin Huber, München im Dezember 1981

1. Auflage 1982.

Die Deutsche Ausgabe ist vergriffen. Es ist nur noch die Englische Ausgabe erhältlich.